Besonderen Jubiläen

 

Die Konfirmationsjubiläen

Das alte Gruppenfoto wird herausgesucht. Erinnerungen werden wach, an die Mitkonfirmandinnen und -konfirmanden, an den Pfarrer oder die Pfarrerin, an gemeinsame Unternehmungen, an die Kirche, an den Gottesdienst damals … Inzwischen sind 25 oder sogar 50 Jahre oder mehr vergangen. Beruf oder Familie haben einige aus dem Heimatort in eine andere Umgebung ziehen lassen.
Jetzt liegt ein Brief auf dem Tisch. Die alte Kirchengemeinde lädt ein zum Konfirmationsjubiläum. Wie damals wird ein Festgottesdienst gefeiert: „Dort in den Bankreihen, in denen jetzt die Konfirmandinnen und Konfirmanden sitzen, haben wir einmal fast jeden Sonntag gesessen“.
 
Silberne Konfirmation
Fünfundzwanzig Jahre sind seit der Konfirmation vergangen. Ausbildung und Beruf , bald auch die Familie bestimmen inzwischen das Leben. Die Wohnorte haben gewechselt. Die Verbindung zur damaligen Gemeinde ist abgerissen, zur jetzigen Gemeinde noch sehr locker.
Jetzt sind die Kinder im Konfirmandenunterricht oder gerade konfirmiert worden. Oft war das wieder Anlass zu einem ersten Kontakt mit der Kirche und die erste Erinnerung an die eigene Konfirmation sowie die Unterrichtszeit vorher.
Ein Vierteljahrhundert ist seitdem vergangen, ein guter Zeitpunkt, um inne zu halten und darüber nachzudenken, wie das Leben verlaufen ist, welche glücklichen Augenblicke es gegeben hat oder welche Krisen gemeistert werden mussten. Ein guter Zeitpunkt, sich an die Taufe und die Konfirmation zu erinnern, daran, dass ich aufgehoben bin in einer Gemeinschaft, vor allem aber an die Zusage Gottes: Ich bin bei dir. Ein guter Zeitpunkt, sich so wieder stärken zu lassen für die kommende Zeit.
 
Goldene Konfirmation
Fünfzig Jahre nach der Konfirmation, eine Zeit des Umbruchs: der Ruhestand. Der Abschied aus dem Berufsleben kommt beziehungsweise musste oder konnte bereits geschehen. Die Kinder sind schon lange aus dem Haus. Menschen aus der unmittelbaren Umgebung sind gestorben. Manche Wünsche und Pläne für den neuen Lebensabschnitt sind in den vergangenen Jahren gereift.
Vor 50 Jahren war es auch ein Übergang, damals aus der Kindheit in die Zeit erwachsen zu werden, ein Schritt hinein. Nun geht der Schritt heraus. Dazwischen liegt eine lange Zeit. Vieles hat sich verändert, im eigenen Leben, auch in der Kirchengemeinde.
Die Goldene Konfirmation erinnert daran, dass Gott in aller Veränderung und Neuorientierung beständig bleibt. Die Zusage seiner Nähe, in der Taufe und der Konfirmation zugesprochen, hat Bestand. Mit den anderen kann man sich dessen vergewissern.
 
Weiter Konfirmationsjubiläen folgen
Nach 60 Jahren die Diamantene, nach 65 Jahren die Eiserne und nach 70 Jahren die Gnadenkonfirmation. Ein langes arbeitsreiches Leben liegt hinter Ihnen, an den Ruhestand hat man sich längst gewöhnt und so manche Schwierigkeiten mit und im Älter werden bestimmen unser Leben.
Mit jedem dieser Jubiläen erfahren erfahren wir, dass die Zusage seiner Nähe, die er bei der Taufe und Konfirmation zugesprochen hat, auch heute noch gilt.
 

Die Goldene, Diamantene oder Eiserne Hochzeit mit einem Dankgottesdienst feiern

Im Leben gibt es Gedenktage, an denen die Gedanken wandern und auf schöne Erinnerungen stoßen, auf Anfänge, auf einen Reichtum an gelebtem Leben, eine Genesung - und die Grund zu tiefer Dankbarkeit geben.
Viele dieser Tage werden sicher im Familien- und Freundeskreis gefeiert, wie Geburtstage, Firmenjubiläen, Hochzeitstage... Und sicherlich werden an solchen Tagen auch manche Dankgebete gesprochen.
 
Daneben gibt es aber auch Feste, die Menschen mit einem Gottesdienst feiern möchten. Dazu zählt sicher auch der Tag der Silbernen, Goldenen, Diamantenen oder gar Eisernen Hochzeit. 25, 50, 60, 65 oder 70 Jahre mit demselben Menschen verheiratet zu sein, durch Täler und über Höhen des Lebens zusammengehalten zu haben, und gemeinsam älter geworden zu sein, ist Arbeit, Geschenk und Grund zum Dank zugleich.
 
Wenn Sie diesen Tag mit einem Gottesdienst feiern möchten, dann wenden Sie sich an Ihre Pfarrerin/Ihren Pfarrer, und überlegen Sie gemeinsam, wie dieser Festgottesdienst gestaltet werden kann. Dies gilt auch, wenn es in Ihrem Leben andere außerordentliche Gedenktage gibt, die Sie gerne mit einer Andacht oder einem Gottesdienst feiern möchten.